Anywhere Blog

07.02.2013

Masse statt Klasse

Durch soziale Netzwerke wird die Einzelperson immer transparenter und es gibt keine wirkliche Privatsphäre mehr, lautet der Vorwurf vieler Datenschützer. Dieses ist sicherlich richtig, allerdings werden nicht nur in offensichtlichen Netzwerken Nutzerprofile erstellt, sondern in allen Teilbereichen der Kundenkommunikation. Sollte nicht auch darüber nachgedacht werden, dass durch die eigenen Aktivität im Internet auch wieder ein Teil Eigenverantwortung für das persönliche Profil entsteht. Immer öfter werden Menschen anhand Ihrer Profile und des persönlichen Scorings unteschiedlich behandelt. Ein bekanntes Werkzeug zur Reputationsmessung ist zum Beispiel Kloud. Das in San Francisco beheimatete Unternehmen misst den sozialen Wert bzw. die Online-Reputation von Personen in der Netzwelt. In einem Skalensystem werden mögliche Punkte von 1 bis 100 vergeben, je höher der Wert ist, desto Höher ist der Einfluss den man in diversen Social-Media-Kanälen erreicht. Das heißt, ist man auf möglichst vielen sozialen Netzwerken vertreten und aktiv, (Facebook, Twitter, Google+ etc.) hat auch noch viele Freunde, Fans, Follower, so erhält man eine hohe Punktzahl auf der Klout-Skala und ist einflussreicher als Personen mit einer niedrigeren Punktzahl. Somit werden Personen mit hohem Skalenwert zu inoffiziellen Markenbotschaftern. Man könnte erstmal meinen, interessiert mich nicht, ist für mich nicht weiter relevant oder bei so einem Portal zur Reputationsmessung melde ich mich eh nicht an. Aber: In einem Artikel aus der „Wired“ zufolge, ist dieser Skalenwert gar nicht so Bedeutungslos wie man zuerst annimmt. Denn laut der Wired, hat dieser Wert eine große Relevanz, gerade wenn es um Jobs im Marketing Bereich geht. Der Artikel erzählt die Geschichte von Sam Fiorella, einem Brand-Manager mit jahrelanger Erfahrung, der für namenhafte Unternehmen wie AOL, Kraft und Ford gearbeitet hat. Dieser bewarb sich auf die Stelle des Vizepräsidenten einer Marketing Agentur. Als man ihn während des Gesprächs nach seiner Klout Score fragte konnte er nichts damit anfangen. Es stellte sich heraus das Fiorella einen Klout-Wert von 34 hatte, was zu einem verkürzten Gespräch führte und letztendlich einem anderen Bewerber den Job verschaffte, dieser hatte einen Wert von 67. Auch soll es Gäste eines Hotels in Las Vegas gegeben haben, denen bessere Zimmer zugewiesen wurden weil diese einen hohen Klout Wert haben und dem Hotel somit einen besseren Ruf verschafft haben. In der Computerbild wurde berichtet, dass „Salesforce.com“ zukünftig nur auf Nutzer-Beschwerden auf Twitter, abhängig vom Klout-Punktestand des betroffenen reagieren, also wer im Netz einflussreicher ist, erhält eine schnelle Antwort. Auch wird von Rabattaktionen berichtet, wer einen Klout-Wert von über 50 hat, kann von diesen profitieren. Doch was ist mit denen, die sich gar nicht auf einem Reputationstool anmelden? Das nämlich, erledigt Klout für sie. Klout bewertet Profile oder Accounts die gar nicht bei Klout angemeldet sind. Natürlich erhalten diese einen verfälschten Wert, da nicht alle Aktivitäten ausgewertet werden können. Zu Recht wurde Klout oftmals als „die Schufa fürs Web“ bezeichnet. Während die Schufa ihre Kreditwürdigkeit prüft, analysiert Klout ihre Eignung als Multiplikatoren und Influencer. Dabei wird die Qualität eines einzelnen wenig in Betracht gezogen, es geht lediglich um die Quantität. Trotz aller Kritik gegenüber solchen Tools, sollte man sich mit diesem Thema auseinander setzten, da die Bedeutung mittlerweile zu hoch geworden ist um sich dieser zu entziehen.
01.02.2013

JARA ist am visionären “Human Brain Project” beteiligt

Die detailgetreue Simulation des kompletten menschlichen Gehirns von der Genetik über die molekulare Ebene bis hin zur Interaktion ganzer Zellverbände auf einem Supercomputer der Zukunft: Das ist das visionäre Ziel des „Human Brain Project“ (HBP), an dem auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus JARA-BRAIN und JARA-HPC beteiligt sind.  Mit dem Human Brain Project soll das gesamte bestehende Wissen über das menschliche Gehirn zusammengefasst und dieses Stück für Stück mit supercomputerbasierten Modellen und Simulationen rekonstruiert werden. Diese Modelle bieten die Chance für neue Erkenntnisse über das menschliche Gehirn und seine Erkrankungen sowie völlig neue Computer-­‐ und Robotertechnologien. Am 28. Januar hat nun die Europäische Kommission diese Position unterstützt, indem sie die Wahl des HBP als eines von zwei durch das neue FET-­‐Flagship-­‐Programm zu finanzierenden Projekten bekannt gab. Das Human Brain Project, an dem über 80 europäische und internationale Forschungseinrichtungen beteiligt sind, ist auf zehn Jahre angelegt (2013–‐2023). Die Kosten werden auf 1,19 Milliarden Euro geschätzt. Das Human Brain Project wird neue Instrumente zur Verfügung stellen, um das Gehirn und seine grundlegenden Mechanismen besser zu verstehen und dieses Wissen in der Medizin und Computerwissenschaft der Zukunft anzuwenden. Die Informations–‐ und Computertechnologien werden dabei zentral sein. Das Projekt wird entsprechende Plattformen für Neuroinformatik, Gehirnsimulation und Supercomputing entwickeln, bei denen neurowissenschaftliche Daten aus aller Welt zusammengefasst und in einheitliche Modelle und Simulationen des Gehirns integriert sowie die Modelle mit biologischen Daten verglichen und der Wissenschaft weltweit zur Verfügung gestellt werden können. Das letztendliche Ziel besteht darin, dass Neurowissenschaftler Informationen über Gene, Moleküle und Zellen mit der Kognition und dem Verhalten des Menschen verbinden können. Eine neuartige Medizininformatikplattform wird klinische Daten aus aller Welt zusammenführen, sodass Medizinforscher die darin enthaltenen wertvollen klinischen Informationen entschlüsseln und in Computermodelle von Erkrankungen einbeziehen können. Damit sollen Techniken für die objektive Diagnose von Gehirnerkrankungen entwickelt, ihre zugrunde liegenden Mechanismen erforscht und die Suche nach neuen Behandlungen beschleunigt werden. Schließlich wird das HBP zur Einrichtung neuer Plattformen für «Neuromorphic Computing» und Neurorobotik führen, wodurch Forscher neue Computersysteme und Roboter auf der Grundlage der Architektur und Schaltkreise des Gehirns entwickeln können. Die neuen Systeme werden detailliertes Wissen über das Gehirn nutzen, um zentrale Probleme in der Computertechnologie der Zukunft anzupacken: Energieeffizienz, Zuverlässigkeit und die riesigen Schwierigkeiten bei der Programmierung äusserst komplexer Rechnersysteme. Das HBP finanziert unabhängige Wissenschaftler, die die neuen Plattformen für ihre eigene Forschung verwenden werden, wobei ein erheblicher Teil des Budgets für diesen Zweck eingesetzt wird. Kurz: Das HBP wird zur Schaffung eines CERN für das Gehirn führen. Click here to view the embedded video.
20.04.2012

GEMA vs. YouTube

Im Streit um die Veröffentlichung von Musiktiteln auf der Videoplattform YouTube, gibt das Landgericht Hamburg in weiten Teilen der GEMA Recht. Das Gericht beschied in seinem Urteil, dass ein Portalbetreiber bei Verstößen gegen das Urheberrecht automatisch aktiv werden muss. Eine technische Lösung, die allein bei der Suche hilft, reicht nicht aus, da die Gema selbst nach Schutzverletzungen recherchieren müsste. In diesem Fall hat YouTube ein Programm Namens  Content ID zur Verfügung gestellt. Content ID ermöglicht Rechteinhabern und Verwertungsgesellschaften nach Schutzverletzungen zu suchen. Eigentlich ist gerade dieses eine der  Aufgaben von Verwertungsgesellschaften. Das Urteil des LG Hamburg bedeutet also, dass nun die Portalbetreiber für die Einhaltung von Lizenzrechten zuständig ist. In diesem Fall muss YouTube weitere technische oder personelle Konsequenzen ziehen, natürlich verbunden mit entsprechenden Kosten. Nun trifft es bei Google kein mittelloses Unternehmen, für die gesamte Netzgemeinde aber bedeutet dieses Urteil eine deutliche Einschränkung für die freie Vernetzung und den Aufbau entsprechender Infrastruktur. Es stellt sich aber weiterhin die Frage, warum Portale, wie YouTube nicht von den Vermarktungsgesellschaften als Teaser Plattformen gesehen werden. Ein Interessent auf diesen Plattformen ist ein potentieller Käufer. Anstatt diese Öffentlichkeit, die sicherlich nicht für den dedizierten Musikgenuss geeignet ist, zu vermeiden, sollte vielmehr ein Kaufanreiz für den Song gegeben werden. Somit würde der entsprechende Urheber entlohnt und die schwierige Diskussion über Pauschalabgeltung und Verteilerschlüssel umgangen werden. Es wird spannend, was sich in der nächsten Instanz tut. Es ist nicht zu erwarten, dass dieses weitreichende Urteil so Bestand haben wird.

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